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Etappe 1
Die Trails im Ueberblick
Von Neuffen zum Falkenberg/Metzingen
Neuffener Tal und Jusi

Kurzvorstellung, Geschichte und Biosphärengebiet

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Neuffener Tal und Jusi

Kurzvorstellung
Geschichte Neuffens Kurzer Abriss
Biosphärengebiet


Kurzvorstellung


Natura-Trail »Neuffener Tal und Jusi«

Der Natura-Trail »Neuffener Tal und Jusi« verläuft meist im Natura 2000 – Gebiet »Hohenneuffen, Jusi und Bassgeige«, das vom Jusiberg bei Kappishäusern bis zur Bassgeige bei Lenningen immer am Albtrauf entlang verläuft. Es umfasst die Naturräume Schwäbische Alb und Albvorland. Das Gebiet ist Bestandteil des Biosphärengebiets »Schwäbische Alb«. Der Trail verläuft größtenteils durch die Pflegezone des Biosphärengebiets.

Der hier vorgestellte Natura Trail soll auf Zusammenhänge von Natur und Kultur in der Region aufmerksam machen. Er führt durch die für das Natura 2000 – Gebiet typischen Hangmischwälder, Streuobstwiesen und über Vulkanschlote von Neuffen nach Metzingen und zurück.


Diese Landschaften sind Teile des südwestdeutschen Schichtstufenlandes, welches aus Sedimenten des Jurameeres (vor 200 – 140 Mio. Jahren) aufgebaut ist. Gebirgsbewegungen und Abtragungen in der Erdneuzeit (seit 60 Mio. Jahren bis heute) haben die Landschaft treppenförmig ausgestaltet. Im Bereich des Natura-Trails kommt noch der tertiäre Vulkanismus dazu, der die Landschaft punktuell mit Maaren oder herausgewitterten Vulkanschloten überformte.

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Geschichte Neuffens Kurzer Abriss


Im 5. und 6 Jahrhundert wurde das Neuffener Tal zuerst durch Alemannen und später durch Franken besiedelt. Seine erst urkundliche Erwähnung fand Neuffen (Nifen) um 1100. Vor 1140 wurde die weithin sichtbare Höhenburg Hohenneuffen erbaut. Sie war Wohnsitz der Herren von Neuffen, die sich vor allem unter dem Kaisergeschlecht der Staufer verdient gemacht haben. 1232 wird Neuffen das Stadtrecht verliehen. Der Minnesänger Gottfried von Neuffen gehörte zu den großen der mittelalterlichen Dichtkunst. Mit dem Ende der Staufer verloren auch die Herren von Neuffen Macht und Einfluss. Ihr Besitz ging 1301 an die Württemberger. Die Zeit vom 14. bis zum 16. Jahrhundert war eine Blütezeit für die Stadt Neuffen. Ab 1500 wurde der Hohenneuffen zur württembergischen Landesfestung ausgebaut. 1634, im 30jährigen Krieg, wurde Neuffen durch kaiserliche Truppen in Brand gesteckt und bis auf wenige Häuser zerstört.


Um 1700 raffte zudem die Pest zwei Drittel der Bevölkerung dahin. Danach erst erfolgte in längeren Zeiträumen der Wiederaufbau der Stadt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Hohenneuffen militärisch weiter ausgebaut, jedoch verlor er durch neue Waffentechniken an strategischer Bedeutung. Die Mauern und Tore der Stadt wurden im 19. Jahrhundert abgebrochen, jedoch der Stadtkern nicht erweitert. 1900 wurde die Tälesbahn von Nürtingen herkommend eingeweiht, und Neuffen entwickelte sich zur Wohngemeinde mit örtlichen Gewerbe- und Industriebetrieben. Nach dem 2. Weltkrieg setzte eine stetige Aufwärtsentwicklung ein, in deren Folge auch die Anzahl der gewerblichen Arbeitsplätze ansteigt.

Am 2.8.1948 fand auf dem Hohenneuffen eine Konferenz der Minister- bzw. Staatspräsidenten der drei südwestdeutschen Nachkriegsländer statt. Es wurde damals die staatliche Vereinigung vorbereitet, die 1952 in die Gründung von Baden-Württemberg mündete.

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Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Im Frühjahr 2008 wurde das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ausgewiesen.

Die Schwäbische Alb und ihr Vorland sind Landschaftsräume, in denen sich über Jahrhunderte durch menschliches Wirtschaften geprägte Kulturlandschaften ausgebildet haben. Diese schöne und einzigartige Landschaft kann unter den heutigen Rahmenbedingungen nur durch ressourcenschonende Wirtschaftsweisen erhalten und entwickelt werden. Mit der Ausweisung des Biosphärengebiets soll eine Modellregion entstehen, in der erfolgreicher Umweltschutz mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der im Gebiet lebenden Menschen verknüpft wird - und zwar auf eine Weise, die den Ansprüchen der heute lebenden Menschen gerecht wird und gleichzeitig die Lebensgrundlage nachfolgender Generationen erhält. Auf der Alb entsteht ein Beispielgebiet für »nachhaltige Entwicklung«


Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb liegt rund 50 km südöstlich von Stuttgart. Beteiligt sind 29 Gemeinden aus den drei Landkreisen Reutlingen, Esslingen und Alb-Donau-Kreis sowie der Gutsbezirk Münsingen. Es erstreckt sich rund 40 km lang vom Albvorland im Norden über den steil aufsteigenden Albtrauf, die Albhochfläche bis an die Donau im Süden. Die Hang- und Schluchtwälder am Albtrauf sind ein markantes naturräumliches Alleinstellungsmerkmal des Biosphärengebiets. Einige dieser Wälder sind als Kernzonen des Biosphärengebiets ausgewiesen. Das bedeutet, dass sie nicht mehr bewirtschaftet werden, und sich selbst überlassen bleiben.

Bemerkenswert sind aber auch die landschaftsprägenden Streuobstwiesen im Albvorland, die Sie ebenso auf unseren Trails erleben können. Diese und die abwechslungsreiche traditionelle Kulturlandschaft auf der Schwäbischen Alb mit Wacholderheiden, Wiesen, Weiden, Ackerflächen und Wäldern sind Teil der Pflegezonen des Biosphärengebiets. Das bedeutet, dass sie zwar weiterhin vom Menschen genutzt werden, aber die Nutzung in einer die Natur besonders schützende Art und Weise geschieht.

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Biosphärengebiet Schwäbische Alb