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Der Landkreis

Landschaftsraum Bodanrück
Lebensraum Untersee
Der Mindelsee


Kurzvorstellung


Landschaftsraum Bodanrück
Hügelige Jungmoränenlandschaft

Zwischen Überlinger See und Untersee erstreckt sich der Bodanrück, eingefasst von den Städten Bodman, Radolfzell, Allensbach, der Gemeinde Reichenau und Konstanz.

Die Landzunge ist mit ihren bis zu 692 m hohen Bergen Teil der hügelig-seenreichen Jungmoränenlandschaft des Alpenvorlandes und von zahlreichen eiszeitlichen Formen überzogen. Dazu gehören Toteislöcher und Zungenbecken, die – je nach Größe und Tiefe - zu Moorlandschaften verlandet oder bis heute als Seen sichtbar sind.


Weiterhin zeugen Moränenwälle und Drumlins von der glazialen Vergangenheit. Drumlins sind charakteristische bis zu 300 m lange und 100 m breite, länglich-ovale Hügelformen, die vom würmeiszeitlichen Rheingletscher aus lockerem Grundmoränenmaterial aufgeschoben wurden.

Der gesamte Bodanrück ist, mit Ausnahme der Siedlungsflächen, Natura 2000-Gebiet.

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Lebensraum Untersee
Einzigartiger Naturraum

Der Bodensee wurde in den letzten Kaltzeiten geformt. Mehrere hundert Meter hohe Eismassen schürften das Bodenseebecken aus, das sich mit dem Rückzug der Gletscher vor ca. 15.000 Jahren mit Schmelzwasser füllte. Als natürlicher, nicht regulierter See ist er jahreszeitlichen Wasserschwankungen von etwa 2-3 m ausgesetzt.

Der Untersee ist der kleinere und flachere Teil des Bodensees, der durch den Seerhein bei Konstanz mit dem Obersee verbunden ist. Die tiefste Stelle beträgt hier lediglich 46 m (Obersee: 250m), weite Bereiche sind Flachwasserzonen. Riedflächen und natürliche Kiesufer nehmen noch große Teile der Uferflächen des Untersees ein: Lebensräume, die nicht mehr häufig sind und eine Vielzahl seltener Tier– und Pflanzenarten beherbergen.


Neben dem Seerhein ist die Radolfzeller Aach der wichtigste Zufluss des Untersees. Die Aachmündung zwischen Moos und Radolfzell ist Naturschutzgebiet und für seine artenreiche Vogelwelt bekannt. Bei Stein am Rhein entwässert der Untersee in den Hochrhein.

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Der Mindelsee
Ein Eiszeitrelikt

Der Mindelsee ist als Gletscherzungensee ein Relikt der letzten Eiszeit. Mehrere hundert Meter hohe Eismassen formten das Mindelseebecken, das sich mit dem Schmelzen der Gletscher vor ca. 15.000 Jahren mit Wasser füllte. Der ehemals fast neun Kilometer lange See ist durch den natürlichen Verlandungsprozess heute nur noch 2,2 km lang, 500 m breit und an der tiefsten Stelle 13 m tief. Die Verlandungsflächen sind als Niedermoor mit einer Moormächtigkeit von mehr als 10 m ausgebildet.

Durch die frühe Ausweisung als Naturschutzgebiet im Jahre 1938 konnte ein Teil der typischen Feuchtlebensräume erhalten werden. Selten gewordene Streuwiesen und Riedflächen erfreuen auch heute noch die Augen der Wanderer. Hecken und Sträucher, naturnahe Wälder und Steuobstwiesen ergänzen das abwechslungsreiche Landschaftsbild. Das kleinparzellierte Mosaik verschiedener Lebensräume führt zu einer großen Artenvielfalt:


Allein 700 Blütenpflanzen, insbesondere mehr als 20 Orchideenarten sowie viele weitere geschützte Pflanzenarten, wachsen am Mindelsee. Darüber hinaus gibt es mehr als 2000 verschiedene Tierarten. So wurden allein 594 Käfer-, 433 Schmetterlings– und ca. 50 Libellenarten am Mindelsee gefunden.

Besonders hervorzuheben ist das Schutzgebiet für die Vogelwelt. Weniger touristisch als der Bodensee wird der Mindelsee und sein Umland als Brut-, Rast– und Mausergebiet von mehr als 200 Vogelarten genutzt, darunter zahlreiche geschützte Arten.

Seit 1972 werden im Mindelseegebiet Pflegemaßnahmen unter Regie des BUND durchgeführt, um die Lebensräume und deren Artenvielfalt zu erhalten.

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